Täterarbeit auf freiwilliger Basis hat in unserer Gesellschaft nach wie vor einen schweren Stand. Die Gründe dafür werden zukünftig an anderer Stelle besprochen.
Inzwischen wird nicht mehr bestritten, dass sich auch Frauen gewalttätig verhalten. Gleichzeitig ist und bleibt Täterarbeit hauptsächlich Arbeit mit Männern.
Männer, die sich gewalttätig verhalten, machen dies vornehmlich im häuslichen Bereich; sind vornehmlich gegen Ihre Ehefrauen oder Partnerinnen gewalttätig. Entgegen der immer noch vorherrschenden Auffassung sind diese Männer, obwohl sie zuschlagen, meistens auch liebende Ehemänner/Partner und liebende Väter.
In diesem Umstand sehen viele Menschen einen Widerspruch. Die Erfahrung in der Beratung bestätigt hingegen, dass Männer, die zur Konfliktvermeidung zuschlagen, sich ein harmonisches Familienleben wünschen und gleichzeitig kaum eine Vorstellung haben, wie sie mehr Verständnis und Kontakt mit Ihrer Ehefrau, Partnerin oder Ihrem Partner gestalten können.
Der Schlüssel hierzu ist selbstverständlich das eigene Gewaltverhalten zu beenden. Täter machen aber im allgemeinen die Erfahrung, dass es Ihnen nicht gelingt, Ihr Gewaltverhalten zu beenden. Wider Erwarten schlagen Sie trotz Ihrer Vorsätze und Versprechungen, dass Sie nie wieder zuschlagen werden, erneut zu.
Täter und Opfer befinden sich im Gewaltkreislauf, in dem der Täter agiert und das Opfer reagiert.
Gewaltberater nach dem Hamburger Modell (GHM) bieten diesen Männern Unterstützung in Form von Einzelberatung auf freiwilliger Basis an, aus dem Gewaltkreislauf auszusteigen! Ein dauerhafter Ausstieg ist nach meinen Erfahrungen nur möglich, wenn ein Täter freiwillig eine Beratung aufsucht.
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