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Vortrag von Joachim Lempert zum Gewaltverhalten von Männern und zur Täterarbeit

Eingereicht von michael.ueberschaer am 14. Feb 2012 - 15:23 Uhr
Joachim Lempert bildet Männer zu Gewaltberatern und Gewaltpädagogen aus.

Joachim Lempert hat für die Volkshochschule Linz einen Vortrag zum Gewaltverhalten von Männern, dem Gewaltkreislauf und der freiwilligen Täterarbeit gehalten.

Zum Vortrag, der bei 31 Minuten und 20 Sekunden beginnt.

Gewaltkreislauf als Flashanimation

Eingereicht von michael.ueberschaer am 25. Jan 2012 - 12:02 Uhr
Der Gewaltkreislauf nach Joachim Lempert steht nun als Flashanimation zur Ansicht bereit.

Zur Animation..



Verantwortung und Adressaten von Antiaggressionstraining

Eingereicht von michael.ueberschaer am 13. Dez 2011 - 14:24 Uhr
Wer sich ein wenig für die Angebote von Antiaggressionstraining interessiert, wird feststellen, dass die Angebotsvielfalt enorm ist. Dabei fällt zum einen auf, dass diese teilweise zum Ziel haben, dass die Adressaten nicht mehr aggressiv sind und teilweise zum Ziel haben, dass die Adressaten nicht mehr gewalttätig sind. Dieser Unterschied spiegelt leider wider, dass in der Gesellschaft Aggression und Gewaltverhalten gleichgesetzt werden. Und die verschiedenen Angebote unterscheiden sich in einem weiteren Punkt und dieser ist von noch gößerer Tragweite.

Antiaggressionstraining eine Modeerscheinung?

Eingereicht von michael.ueberschaer am 04. Nov 2011 - 13:16 Uhr
Es ist zu beobachten, dass Antiaggressionstraining oft nachgefragt wird. Wie kommt das eigentlich? Sind unsere Mitmenschen, die gesagt bekommen, "Mach doch mal ein Antiaggressionstraining", tatsächlich so aggressiv? Oder neigen diese Mitmenschen dazu, Gewaltverhalten zu zeigen? Immer wieder stellt sich heraus, dass Menschen, die nach einem Antiaggressionstraining fragen, eine Anfrage starten, weil ihre Umwelt ihnen signalisiert, dass sie wegen ihrer Aggressionen etwas machen sollten. Bei näherer Nachfrage stellt sich auch heraus, dass sie tatsächlich auch Gewaltverhalten zeigen. Ist dies bei allen Mitmenschen, die Antiaggressionstrainng anfragen, so? Die Antwort auf diese Frage ist und bleibt schwierig, denn nicht jeder einzelne wird auf diese Frage hin angesprochen.

Sicher ist, dass aggressives Verhalten und Gewaltverhalten von Vielen gleichgesetzt werden. Wer aggressiv ist, ist gewalttätig und wer gewalttätig ist, ist aggressiv. Gerne wird Aggression auch als Vorstufe von Gewalt gesehen. Diese Auffassung hält sich hartnäckig und wird immer wieder durch Diskussionen in den Medien neu genährt.

Krawalle auf der Sielwallkreuzung - Diskussion über Verantwortung

Eingereicht von michael.ueberschaer am 14. Jul 2011 - 10:58 Uhr
In der Nacht vom Samstag, den 9.07.2011, auf Sonntag, den 10.07.2011, ist es laut Weser-Kurier zu schweren Kravallen gekommen! An diesem Wochenende fand unter anderem das Bremer Fest 'Breminale' am Osterdeich statt. Am 14.07.2011 sind die beschriebenen Vorfälle weiterhin Thema und die Diskussion um die Verantwortung für das Geschehen in jener Nacht wird vom Weser-Kurier weiterhin begleitet. Die Reaktionen sind wohl auch sehr vielfältig, weil die Sielwallkreuzung immer wieder als Ort gewählt wird, an dem sich gewisse Mitbürger dazu entscheiden, Sachbeschädigungen vor zu nehmen und/oder Gewaltverhalten auch gegen Polizisten zu zeigen. Die Diskussion um die Verantwortung für derlei Handeln beläßt die Verantwortung aber leider nicht bei den Tätern, sondern verschiebt sie auf andere oder strukturelle Bedingungen.

Kehrtwende - Spielfilm zu häuslicher Gewalt! Besprechung Teil 1

Eingereicht von michael.ueberschaer am 27. Jun 2011 - 16:00 Uhr
Der Film Kehrtwende wendet sich einem in Deutschland sehr verbreiteten Phänomen zu, nämlich der häuslichen Gewalt. Täter ist in diesem Film ein Mann, Opfer sind seine Ehefrau und sein Sohn.

Der Film zeigt auf eindrucksvolle Weise die Zerissenheit des Täters und der beiden Opfer und der natürlich ebenso betroffenen Tochter! Gleichzeitig beschreibt der Film wie sehr sich alle Familienmitglieder eine intakte Familie - ohne Gewaltverhalten - wünschen und mit dem Gewaltkreislauf des Täters nachhaltig überfordert sind.

Ich werde den Film in 8 Kapitel unterteilt besprechen.


Anmerkungen: Gewaltberatung Bremen


Hart aber Fair - Der Feind in der Familie - wenn der Mann zum Schläger wird! Besprechung Teil 1

Eingereicht von michael.ueberschaer am 15. Apr 2011 - 15:33 Uhr
1. Dialog zwischen Moderator und Schauspieler

Der anwesende Schauspieler, der den Täter gespielt hat, antwortet auf die Frage des Moderators: Wird dieser prügelnde Familienvater nochmal die Kurve kriegen?
Er weist darauf hin, dass der Film diese Frage unbeantwortet läßt und dass er sich dies für den Täter und die Familie wünscht.

Dabei bleibt unklar, was es denn bedeuten soll, dass der Täter die Kurve kriegt. Damit sollte gemeint sein, dass der Täter die Verantwortung für sein Gewaltverhalten übernimmt, doch dies wird leider nicht gesagt.

Im weiteren Verlauf des ersten Gesprächs zwischen Moderator und Schauspieler wird behauptet, so mein Eindruck, Gewalt sei eine Emotion, also ein Gefühl. Vorsorglich möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Gewalt kein Gefühl ist, sondern eine Handlung, mit der ein Täter seinen Gegenüber - im Film Ehefrau und Sohn - körperlich verletzt und dadurch bei den Opfern unter anderem Angst auslöst.

Weiter wird behauptet, "dass das gewalttätige in unserem Blut liegt und man wissen muss, wie man damit umgeht". Damit wird auch gesagt, dass Gewaltbereitschaft biologisch angelegt ist. Es sei hier darauf hingewiesen, dass Gewaltverhalten nur durch eine Handlung, der eine Entscheidung zur Tat vorausgeht, zu einem Phänomen wird. Gewaltbereitschaft liegt dementsprechend nicht im Blut. Umgehen müssen auch Täter nicht mit ihrem Gewaltverhalten, sondern mit ihren Gefühlen. Diese stellen sich situationsbedingt vorzugsweise im Kontakt mit anderen Menschen ein. Täter haben sich entschieden, eine Vielzahl von Gefühlen nicht mehr zu merken bzw. diese zu beseitigen oder weg zu machen. Auch dies ist eine Form, mit Gefühlen um zu gehen.

Auch der anschliessend benannte Wunsch, "jemanden an die Wand zu klatschen" ist kein Gefühl. Dies ist ein Wunsch oder eine Idee, der oder die sich aufgrund eines Verhaltens durch einen Gegenüber bei uns einstellen kann.


Anmerkungen: Gewaltberatung in Bremen